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Falludscha

 

Falludscha

 

 

 
Einzuhalten inmitten der Bewegungen ist Schlaf zwischen Türmen. Der Mensch an der Wand mit vornübergebeugtem Körper bleibt Mensch. In der Berichterstattung ist er Soldat oder Aufständischer. Wir erfahren nicht, hat er eine Mutter, einen Vater, einen Bruder, eine Schwester, hat er ein Kind oder viele, eine Freundin oder Freund. Was liebt er? Was wehrt er ab? Welche Erfahrungen liegen hinter ihm und welche der Zukunft wurden ihm geraubt? Für was hat er gekämpft, an was hat er geglaubt, für wen hat er sein Leben gelassen? Wann hat er seinem Zuhause den Rücken gekehrt? Welchen Namen hat er, welches Alter? Wie heißen die, die ihn beweinen? Welche Träume formten welche Sehnsucht? Vornübergebeugt lehnt an der Wand ein Mensch. Kalt ist der Raum und namenlos wie er bleiben die anderen Körper. Vielleicht liegt zuhause ein Buch, ein Brief der Geliebten. Vielleicht konnte er aber auch weder schreiben noch lesen. Hatte er überhaupt ein Zuhause? Und wenn ja, werden mit ihm auch seine Träume in weißem Kissen aufbewahrt? Vielleicht fehlen hierzu aber auch die Mittel, gibt es niemanden, der um ihn weint, weil alle schon tot sind, die er kannte. Vielleicht ist das aber auch alles gar nicht geschehen., scheint hier die Sonne, lacht drüben der Mond; gehen wir auseinander, vereinigen sich andere in einem Zimmer; gibt es hier ein Dach, besudeln wir dort die Erde. Und wenn wir uns küssen, sterben Momente. So brennt die Sonne, wenn Winter ist; sind wir satt, wenn andere dürsten; kehren wir heim, wenn welche die Heimat verlassen.

Sicher ist nur:

Hoch über den Grenzen ziehen die Wolken weiter ins Nichts, lodern die Himmel, erlischt das Licht, wenn seine Zeit gekommen ist.


copyright Pola Lilith 2004

JANUAR  
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